Ein Zahnimplantat ist im Grunde eine künstliche Zahnwurzel. Es wird meist in Form einer kleinen Schraube aus Titan oder Keramik direkt im Kieferknochen verankert. Nach der Heilungsphase dient es als stabiles Fundament für Kronen, Brücken oder Prothesen.
Warum ein Implantat? Die Vorteile
- Natürliches Gefühl: Sie fühlen sich an wie eigene Zähne und sitzen absolut fest.
- Schutz der Nachbarzähne: Anders als bei Brücken müssen angrenzende Zähne nicht beschliffen werden.
- Knochenerhalt: Das Implantat belastet den Kieferknochen natürlich und beugt so Knochenabbau vor.
- Langlebigkeit: Bei guter Pflege können Implantate ein Leben lang halten.
Der Weg zum neuen Zahn: In 3 Schritten
- Planung & Vorbereitung: Mittels Röntgenbildern (oft 3D-DVT) prüft der Zahnarzt, ob genügend Knochen vorhanden ist. Falls nicht, kann dieser oft vorher aufgebaut werden.
- Das Einsetzen (Implantation): In einem kleinen chirurgischen Eingriff (meist unter örtlicher Betäubung) wird das Implantat eingesetzt. Danach folgt eine Einheilphase von ca. 3 bis 6 Monaten.
- Die Versorgung: Sobald das Implantat fest eingewachsen ist, wird der endgültige Zahnersatz (die Krone oder Brücke) darauf befestigt.
Was Sie beachten sollten
- Mundhygiene ist das A und O: Implantate können keine Karies bekommen, aber das umliegende Gewebe kann sich entzünden (Periimplantitis). Regelmäßiges Putzen und professionelle Zahnreinigungen sind Pflicht.
- Kosten: Implantate sind eine Privatleistung. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen meist nur einen Festzuschuss zum Zahnersatz, nicht aber für das Implantat selbst. Eine Zusatzversicherung oder ein Heil- und Kostenplan sind hier ratsam.