Ein Implantat ist eine Investition in Ihre Lebensqualität. Damit diese Investition Jahrzehnte überdauert, ist die Zeit nach dem Einsetzen entscheidend. Während echte Zähne durch Karies gefährdet sind, ist der größte Feind des Implantats die Entzündung.
Die kritische Phase: Die Einheilung
In den ersten Wochen findet die sogenannte Osseointegration statt – das Verwachsen des Knochens mit der Implantatoberfläche.
- Vermeiden Sie Druck: Belasten Sie das Implantat in dieser Zeit nicht durch hartes Kauen an dieser Stelle.
- Sauberkeit: Halten Sie die Wunde nach Anweisung des Arztes sauber (oft mit speziellen Mundspüllösungen), aber vermeiden Sie mechanische Reizung durch hartes Bürsten direkt auf der Wunde.
Periimplantitis: Die Gefahr erkennen
Ähnlich wie bei einer Parodontitis am natürlichen Zahn kann sich das Gewebe um ein Implantat entzünden. Man nennt dies Periimplantitis. Unbehandelt führt dies zu Knochenabbau und zum Verlust des Implantats.
Warnsignale sind:
- Rötung oder Schwellung des Zahnfleisches am Implantat.
- Bluten beim Zähneputzen.
- Ein unangenehmer Geschmack oder Geruch im Mund.
Die 3 Säulen der Implantat-Pflege
- Häusliche Hygiene: Verwenden Sie weiche Zahnbürsten und spezielle „Implantat-Zahnseide“ (etwas dicker und flauschiger), um die Übergänge zwischen Zahnfleisch und Implantatkrone zu reinigen.
- Professionelle Implantatreinigung: Gehen Sie mindestens zweimal im Jahr zur professionellen Zahnreinigung (PZR). Der Prophylaxe-Profi reinigt Stellen, die Sie zu Hause nicht erreichen, mit speziellen Instrumenten aus Kunststoff oder Carbon, um die Implantatoberfläche nicht zu zerkratzen.
- Regelmäßige Kontrolle: Einmal im Jahr sollte der Zahnarzt per Röntgen oder Tastbefund prüfen, ob das Implantat noch fest sitzt und der Knochen stabil ist.
Wussten Sie schon? Statistisch gesehen heilen über 95 % aller Implantate erfolgreich ein. Bei guter Pflege ist die Erfolgsquote auch nach 10 Jahren noch extrem hoch.