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Neue Studie: Statine könnten Leberkrebsrisiko deutlich senken

Credits : iStock.com/peterschreiber.media

Statine sind vor allem als Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels bekannt. Eine neue Studie legt nun nahe, dass sie auch das Risiko für Lebererkrankungen und Leberkrebs signifikant reduzieren können.

Statine als Schutz für die Leber?

Eine aktuelle Analyse von über 1,7 Millionen Patientendaten zeigt: Personen, die regelmäßig Statine einnehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko, an Leberkrebs zu erkranken oder an leberbedingten Ursachen zu sterben.

Studie zeigt beeindruckende Ergebnisse

Die Forschenden untersuchten Daten aus drei großen Kohorten: der UK Biobank, der Penn Medicine Biobank und der TriNetX-Kohorte. Dabei fanden sie heraus:

  • Das Risiko für neue Lebererkrankungen sank um 15 %.
  • Die Wahrscheinlichkeit, an einer leberbedingten Ursache zu sterben, reduzierte sich um 28 %.
  • Das Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom (HCC) sank um 42 % in der UK Biobank und sogar um 74 % in der TriNetX-Kohorte.

Langfristige Einnahme bringt größere Vorteile

Die Analyse berücksichtigte Faktoren wie Alter, Geschlecht, BMI, ethnische Zugehörigkeit und Begleiterkrankungen. Dabei zeigte sich: Je länger die Statine eingenommen wurden, desto größer war der Schutzeffekt für die Leber.

Könnten Statine bald zur Krebsprävention eingesetzt werden?

Die Ergebnisse dieser groß angelegten Studie sind vielversprechend. Ob Statine künftig gezielt zur Vorbeugung von Leberkrebs eingesetzt werden, muss jedoch in weiteren Untersuchungen geklärt werden. Bis dahin könnte der regelmäßige Einsatz von Statinen für Risikopatienten eine zusätzliche Schutzwirkung bieten.

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