Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) ist seit dem 4. Juni 2025 offiziell das 22. Mitglied im Deutschen Pflegerat (DPR). Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Meilenstein für die interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und unterstreicht die zentrale Rolle der Pflege in der Palliativversorgung.
Bedeutung der Mitgliedschaft
Mit dem Beitritt der DGP erweitert der DPR sein Netzwerk auf 22 maßgebliche Institutionen und Berufsverbände aus Pflege, Hebammenwesen und Pflegewissenschaft im Bund und in den Ländern. Die Präsidentin des DPR, Christine Vogler, betont:
„Mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gewinnt der Deutsche Pflegerat eine engagierte Fachgesellschaft, die für höchste fachliche Kompetenz, Menschlichkeit und interprofessionelle Zusammenarbeit steht. Ihre Perspektiven stärken unsere gemeinsame Arbeit für eine verlässliche pflegerische Versorgung, insbesondere auch in existenziellen Lebenssituationen.“
Andreas Müller, Vizepräsident der DGP, ergänzt:
„Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin steht seit über 30 Jahren für die multiprofessionelle, interdisziplinäre Weiterentwicklung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Pflegefachpersonen sind eine tragende Säule der Palliativversorgung. Ihre Kompetenzen und Perspektive prägen die Qualität und Menschlichkeit dieser Arbeit entscheidend mit. Wir freuen uns sehr, diese Stimme künftig im Deutschen Pflegerat zu stärken und damit unsere gemeinsame Verantwortung für eine qualitätsvolle, menschenzugewandte Versorgung am Lebensende sichtbar zu machen.“
Rolle der Pflege in der Palliativversorgung
Pflegefachpersonen spielen eine zentrale Rolle in der Palliativversorgung. Sie sind nicht nur für die medizinische Betreuung zuständig, sondern auch für die psychosoziale Unterstützung von Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen. Ihre Aufgaben umfassen:
- Symptomkontrolle und Schmerzmanagement
- Unterstützung bei der Alltagsbewältigung
- Beratung und Begleitung in ethischen Entscheidungsprozessen
- Koordination zwischen verschiedenen Berufsgruppen
Die Integration der DGP in den DPR ermöglicht eine stärkere Vertretung dieser essenziellen Aufgabenbereiche auf politischer und gesellschaftlicher Ebene.
Überblick: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
| Merkmal | Information | |
|---|---|---|
| Gründungsjahr | 1994 | |
| Mitgliederzahl | Über 6.000, davon rund 1.800 aus der Pflege | |
| Zielsetzung | Förderung der interdisziplinären Palliativversorgung | |
| Schwerpunkte | Forschung, Bildung, Versorgung, Ethik, Öffentlichkeitsarbeit | |
| Präsidentin | Prof. Dr. Claudia Bausewein | |
| Sitz | Berlin | |
| Website | www.dgpalliativmedizin.de |
Die DGP engagiert sich seit über drei Jahrzehnten für die Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. Dabei legt sie besonderen Wert auf eine multiprofessionelle Zusammenarbeit und die Einbindung verschiedener Berufsgruppen.
Ausblick
Die Aufnahme der DGP in den Deutschen Pflegerat ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung der Palliativversorgung in Deutschland. Sie ermöglicht eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Pflege, Medizin und anderen Gesundheitsberufen und fördert die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Verbesserung der Versorgung am Lebensende.
Weitere Informationen zur Arbeit der DGP und ihrer Mitgliedschaft im DPR finden Sie auf der offiziellen Website der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.