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Bereits 7.000 Schritte täglich könnten das Krebsrisiko deutlich senken

Credits : iStock.com/Larisa Stefanuyk


Tägliche Bewegung spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit – weit mehr, als oft angenommen wird. Eine aktuelle Studie der Universität Sydney zeigt, dass schon 7.000 Schritte am Tag ausreichen könnten, um das Risiko, an Krebs zu erkranken, spürbar zu senken. Besonders bemerkenswert: Die Schritte müssen nicht zwingend in intensiven Trainingseinheiten absolviert werden – bereits alltägliche Aktivitäten wie Spaziergänge oder Wege zur Arbeit tragen effektiv dazu bei.

Die australische Forschungsgruppe nutzte für ihre Analyse Daten von über 22.000 Personen mittleren Alters, die im Rahmen der britischen Biobank-Studie gesammelt wurden. Über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg wurde beobachtet, wie sich die tägliche Schrittzahl auf die Krebsinzidenz auswirkte. Dabei zeigte sich ein klarer Trend: Je aktiver die Teilnehmenden waren, desto geringer fiel ihr Risiko aus, an bestimmten Krebsarten zu erkranken.

Körperliche Aktivität als Schutzfaktor

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere sogenannte gehäufte moderate bis intensive Aktivitäten – etwa zügiges Gehen – eine schützende Wirkung entfalten können. Dabei wurde festgestellt:

  • Bereits ab etwa 3.800 täglichen Schritten ließ sich ein Rückgang des allgemeinen Krebsrisikos beobachten.
  • Bei rund 7.000 Schritten am Tag war eine signifikante Risikoreduktion messbar.
  • Mit jedem zusätzlichen 1.000-Schritte-Intervall verringerte sich das Risiko weiter.

Eine besondere Schutzwirkung zeigte sich bei Krebsarten, die stark mit Übergewicht in Verbindung stehen, etwa Brust-, Darm-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Tabellarische Übersicht: Zusammenhang zwischen Schrittzahl und Krebsrisiko

Tägliche SchrittzahlWirkung auf das Krebsrisiko
ca. 3.800 SchritteErste messbare Risikoreduktion
ca. 7.000 SchritteDeutliche Senkung des allgemeinen Krebsrisikos
10.000 Schritte und mehrWeitere Risikominderung, jedoch abnehmender Zusatznutzen

Alltagsbewegung als Schlüssel

Die Forscher betonen, dass es nicht zwingend lange Trainingseinheiten oder Sportprogramme braucht, um von den gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren. Vielmehr gehe es darum, Bewegung in den Alltag zu integrieren. Selbst kurze Spaziergänge, Treppensteigen statt Aufzugfahren oder eine Haltestelle früher aus dem Bus auszusteigen, könnten in Summe eine große Wirkung entfalten.

Besonders ermutigend: Die positive Wirkung stellte sich unabhängig von Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index oder Raucherstatus ein. Damit bietet die Erhöhung der täglichen Schrittzahl eine niedrigschwellige Möglichkeit, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Empfehlungen für mehr Bewegung im Alltag

Um die Schrittzahl unkompliziert zu steigern, bieten sich kleine Veränderungen im Tagesablauf an:

  • Telefonate im Gehen führen
  • Mittagspausen für kurze Spaziergänge nutzen
  • Sogenannte „bewegte Pausen“ im Büroalltag einbauen
  • Freizeitaktivitäten wie Wandern oder Radfahren bevorzugen

Dabei muss nicht gleich der große sportliche Ehrgeiz entfacht werden. Schon eine moderate Erhöhung der täglichen Bewegung zeigt laut den aktuellen Forschungsergebnissen eine spürbare gesundheitliche Wirkung.

Fazit der Wissenschaftler

Die Studienautoren heben hervor, dass einfache Maßnahmen wie tägliche Spaziergänge ein erhebliches Potenzial besitzen, das individuelle Krebsrisiko zu senken. Angesichts der Tatsache, dass Bewegungsmangel weltweit eine der häufigsten Ursachen für chronische Erkrankungen ist, könnten diese Erkenntnisse wichtige Impulse für Präventionsstrategien liefern.

Die Devise lautet also: Jeder Schritt zählt – und manchmal reicht schon ein bisschen mehr Bewegung, um einen großen Unterschied zu machen.


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